Der weise Herrscher

 

Karl IV. - Kaiser des Reiches

und König von Böhmen

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Mit Václav (Wenzel) III. starb die männliche Linie der Pøemysliden im Jahre 1306 aus. Nach einer Interimszeit wurde schließlich der Luxemburger Johann (1310-1346) zum König von Böhmen gewählt. Nun hatten mit den Habsburgern in Österreich und den Luxemburgern in Böhmen und Schlesien zwei Regentenfamilien die Herrschaft erlangt, die ihre Stammbesitzungen in den Zwischenländern westlich des Rheins hatten. Genau wie in Österreich führte dies auch in Böhmen zu einer Internationalisierung des kulturellen und sozialen Lebens. Johanns Sohn Karl IV. (gest. 1316), der 1346 zum deutschen König, 1347 zum König von Böhmen und 1355 zum römischen Kaiser gewählt wurde, erwuchs sogar zum bedeutendsten europäischen Herrscher seiner Zeit. Unter seiner Regentschaft wurde Böhmen für einige Jahrzehnte zum Kernstück Mitteleuropas; er war der Herrscher zweier Völker, der Tschechen und der Deutschen, und für beide wollte er eine gemeinsame Heimat schaffen. Seiner Herkunft nach teils Franzose, teils Deutscher, mit einem kräftigen Schuß slavischen Blutes durch seine Mutter Eli¹ka (Elizabeth) Pøemyslovná, in seiner geistigen Erziehung völlig international geprägt - er wuchs in Frankreich auf und beherrschte fünf Sprachen -, liebte er doch die tschechische Muttersprache ganz besonders.

Karl IV. war eine in die geistige Welt eingeweihte Persönlichkeit.[1] Er selbst deutet auf dieses Geheimnis in seiner Autobiographie (der ersten, die eine Herrscherpersönlichkeit überhaupt verfaßt hat), in der von einem ungewöhnlichen Erlebnis berichtet, das sich in seiner Jugend ereignete: "Hier [in Terenzo bei Parma] ward uns, als uns nachts der Schlaf beschlich, folgende Erscheinung. Ein Engel Gottes trat neben uns zur Linken unseres Lagers, stieß uns an und sprach: 'Stehe auf und komme mit uns!' - Wir antworteten im Geiste: 'Herr, ich weiß nicht wohin, noch auch, wie ich mit Euch gehen soll.' Indem er uns nun vorn an den Haaren faßte, trug er uns mit sich in die Luft empor bis über eine große Schlachtreihe bewaffneter Reiter, welche kampfbereit vor einer Burg standen. Und er hielt uns über der Schlachtreihe in den Lüften und sprach zu uns: 'Blicke hin und schaue!' Und siehe da, ein anderer Engel fuhr mit feurigem Schwert vom Himmel herab, durchstieß einen Mann in der Mitte der Schlachtreihe und verstümmelte sein Glied mit dem Schwerte; anscheinend zum Sterben verwundet, rang dieser auf dem Pferde sitzend mit dem Tode. Da sprach der Engel, der uns an den Haaren hielt: 'Erkennst du jenen, der vom Engel durchbohrt und zu Tode verwundet worden ist?' - 'Herr, ich kenne ihn nicht', sprachen wir, 'und auch den Ort erkenne ich nicht'. Er sprach: 'Wisse, dies ist der Dauphin von Vienne (...)'."[2] Einige Tage nach diesem Erlebnis erfuhr Karl, daß der Dauphin bei der Belagerung der Burg des Grafen von Savoyen von einem Pfeil tödlich getroffen wurde.

Auf seiner Burg Karlstein unweit von Prag, in die er sich gerne zu geistiger Versenkung zurückzog, ließ er die Heiligkreuzkapelle als "bewußte Nachbildung der Gralburg" errichten;[3] die Wände der Wendeltreppe, die in diese Kapelle führte, waren mit Szenen aus dem Leben des hl. Wenzel bemalt, in denen man "die chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz in primitiver Form" erkennen kann.[4] Seine Autobiographie verrät eine intensive meditative Beschäftigung mit religiösen und geistigen Inhalten: "Als wir wieder in Böhmen angelangt waren, geschah es einst, daß wir von Bunzlau nach Tauschim kamen; und als uns eben der Schlaf übermannen wollte, kam uns eine heftige Imagination (fortis imaginacio) über jenes Evangelium: 'Das Himmelreich ist gleich einem verborgenen Schatz im Acker', welches am Tage der Ludmila gelesen wird; und indem die Imagination begann (incipiens imaginari), entwarf ich im Schlafe die Auslegung. Beim Erwachen aber hatte ich die Bearbeitung des ersten Teiles des Evangeliums noch vollkommen inne, und so führte ich sie unter dem Beistand der göttlichen Gnade völlig zu Ende."[5] Karl machte nie ein Hehl aus seinen geistigen Vorbildern. Eine ganz besondere Verehrung zollte er dem hl. Wenzel, dessen Namen er von der Taufe bis zum achten Lebensjahr trug und über den er eigenhändig eine neue Vita verfaßte.[6] Statuen und Bilder des Heiligen schmückten Prag, das unter Karl völlig umgestaltet wurde. Auch die böhmische Königskrone wurde von Karl neu gestiftet, die dadurch als "St.-Wenzels-Krone" ideologische Grundlage des böhmischen Staatsrechts wurde.

Karl wandte sich auch nach Westen, vor allem nach seiner Wahl zum deutschen Kaiser im Jahre 1355, indem er demonstrativ an die Strömung anknüpfte, die sich von der hl. Odilie herleitete. Im Mai 1354 kam er in Begleitung seines Kanzlers Johann von Olmütz zum erstenmal als Pilger auf den Odilienberg im Elsaß. Dort erhielt er den rechten Vorderarm der Heiligen als Reliquie für die neue Prager Kathedrale St. Veit, denn er war ein eifriger Reliquiensammler. "Die Reliquiengabe hatte zur Folge, daß in Prag ein neues Zentrum des Odilienkultes entstand."[7] Karl verband sich noch mit einer dritten Tradition: mit der kyrillo-methodianischen Slavenmission. Sie sollte in engem Zusammenhang mit den Plänen des Kaisers in der Ostpolitik stehen.

Als 17jähriger wurde Karl von seinem Vater Johann 1333 als Markgraf von Mähren eingesetzt. Auf diese Weise kam er mit dem Ursprungsland der kyrillo-methodianischen Tradition in Berührung. Besondere Aufmerksamkeit schenkte er noch viele Jahre später dem Kloster in Velehrad, wo Method 885 verschieden war. In der von Karl verfaßten Wenzelsvita wird behauptet, daß Boøivoj und Ludmila von Method "in der mährischen Bischofsstadt Velehrad in der Kirche des seligen Vitus" getauft worden wären (in civitate metropolitana Moravie Wellegradensi, in ecclesia beati Viti), eine Behauptung, die in keiner anderen Wenzels-Legende zu finden ist.[8] Kyrill und Method waren in Mitteleuropa so gut wie vergessen. Nur in Kroatien war ihr Andenken lebendig geblieben. Im Jahre 1337 mußte Karl auf einer Reise von Mähren nach Tirol auf Grund einer Fehde mit den Habsburgern über Ungarn, Kroatien und Venetien ziehen. Dabei gelangte er an die dalmatische Küste nach Senj, wo in dem örtlichen Benediktinerkloster die Glagolica benutzt wurde.[9] Diese Begegnung mit dem Erbe des kyrillischen Werkes hat Karl sicher beeindruckt. Man kann annehmen, daß er spätestens dort in den tieferen geistigen Hintergrund der kyrillo-methodianischen Mission Einblick erhielt. Von diesem Zeitpunkt an begleitete ihn das Konzept einer Kulturpolitik, die eine Hinwendung Mitteleuropas an den Osten zum Ziel hatte. Als Grundlage hierfür dienten der erneuerte kyrillo-methodianische Kultus und die slavische Liturgie, aber auch das symbolische Erbe der Krone des "Großmährischen Reiches" aus dem 9. Jahrhundert.[10] Es ist interessant, daß die Chronik des Pøibík Pulkova von Radenín, die man in engstem Zusammenhang mit Karl sieht,[11] das großmährische Königreich des Sventopluk als Urbild der böhmischen Krone bezeichnet. Die Chronik behauptet weiter, Karl habe erklärt, daß "das [großmährische] Königreich auf böhmische Erde verpflanzt wurde" (aby v Èeskú zemi královstvie pøedvedeno bylo), und daß diese "Verpflanzung von Mähren nach Böhmen ewige Gültigkeit besitzt" (a to pøedveda nie z Moravy do Èech aby vìènì v svéj moci ostalo).[12] Damit verband die Chronik einen Herrschaftsanspruch über Mähren, Polen, Ungarn und die Rus'. Schon Dalimil hatte in seiner Reimchronik um 1310 etwas ähnliches behauptet: Der mächtige Mährerkönig Sventopluk "habe den tschechischen Fürsten kommen lassen und ihm in Gegenwart des Kaisers sein Königreich abgetreten" (posvav knìze èeského, pøed ciesaøem postúpi jemu království svého).[13] Dadurch werden die Bemühungen Karls um die Stärkung der böhmischen Krone und der geistigen Ausstrahlung der böhmischen Länder in ein anderes Licht gerückt. In Karls Europapolitik sollte Böhmen als Herz Mitteleuropas zur Drehscheibe zwischen 0st und West werden.

Kurz vor seiner Krönung zum deutschen Kaiser erschien Karl Anfang 1346 bei seinem ehemaligen Pariser Lehrer und Papst zu Avignon, Clemens VI. (1342-1352), und versuchte ihn von der kirchenpolitischen Bedeutung der slavischen Liturgie in Hinblick auf die kritische religiöse Lage in Litauen und Serbien zu überzeugen. Er wies ihn darauf hin, daß man in Sclavonie et nonullis partibus de sclavonica lingua (wahrscheinlich meinte er Kroatien und Dalmatien) mit päpstlicher Genehmigung die slavische Liturgie gebrauche, daß aber durch Kriege und Plünderungen viele Klöster der Benediktiner und anderer Orden, in denen man die slavische Liturgie gefeiert habe, zerstört worden wären und die Mönche ziellos umherirrten. Das gereiche dem christlichen Glauben zum Schaden. Gleichzeitig gäbe es in den umliegenden Gegenden des Königreichs Böhmens, das ein slavisches Land sei (que de eadem lingua et vulgari existunt), viele Schismatiker (orthodoxe Ostslaven) und Ungläubige (Litauer), die nicht verstehen könnten und wollten, wenn man ihnen das Evangelium auf Lateinisch predige. Aus diesem Grund wolle er den Papst um Genehmigung zur Errichtung von Missionsklöstern in Böhmen für den Gebrauch der slavischen Liturgie bitten. Clemens VI. gestattete daraufhin in einer Bulle vom 9.Mai 1346 die Errichtung eines einzigen Klosters, das Karl in Prag erbauen ließ; jedoch wurde der Gebrauch der slavischen Liturgie strengstens auf den Bereich innerhalb der Klostermauern beschränkt.[14] 1347 kamen dann an die achtzig kroatische Benediktinermönche von der Insel Pa¹man nahe Zadar und von Senj in das neue Kloster des hl. Hieronymus des Slaven (Na Slovanech) nach Prag, das heute unter dem Namen "Emmaus" bekannt ist, wo sie die slavische Liturgie weiterpflegen durften. Zur gleichen Zeit (1348) erfolgte auch die Gründung der Prager Universität.

Da der Kirchenvater Hieronymus im Hochmittelalter als Erfinder der slavisch-glagolitischen Schrift galt, konnten die kroatischen Mönche mit Hilfe dieser Verdrehung in Rom die Erlaubnis für den Gebrauch der slavischen Liturgie erwirken, was unter Erwähnung der "Schismatiker" Kyrill und Method kaum möglich gewesen wäre. Karl griff diesen Irrtum (oder bewußte Finte") auf und befahl, der slavische Gottesdienst in Prag solle der Verehrung und dem Andenken des ruhmreichen und seligen Bekenners Hieronymus dienen, der die Hl. Schrift aus dem Hebräischen in die lateinische und slavische Sprache übersetzt habe. Damit wurde das Slavische dem Lateinischen gleichgesetzt.[15] Karl "fügte nun diese slavische Komponente der humanistischen Hieronymus-Verehrung hinzu, die auf seine maßgebliche Initiative hin aus Italien nach Böhmen eingeführt worden war. Für den italienischen Frühhumanismus war die Gestalt des Kirchenvaters bekanntlich unter anderm wegen seiner Sprachkenntnisse und seiner Übersetzertätigkeit von zentraler Bedeutung gewesen, ohne daß dabei auch eine slavische Seite erwähnt worden wäre. Karl suchte nun diese moderne Geistesströmung mit der historischen Tradition seines Reiches zu verbinden, indem er den in den böhmischen Ländern nicht sehr populären Hauptpatron Hieronymus als Nebenpatrone des Klosters Kyrill und Method hinzugesellte. (...) Im Prager Slavenkloster wurde das Fest der beiden Heiligen fortan am 14.Februar, dem in Kroatien üblichen Tag, gefeiert."[16]

In Emmaus wurde der Gottesdienst also in altslavischer Sprache gefeiert, das Tschechische trat an die Stelle des Lateinischen als Sprache der religiösen Erbauungsliteratur. "Wir können (...) nicht annehmen, daß die Glagolica als Deckmantel für die Einführung der tschechischen Sprache, der lebendigen Volkssprache, in die Liturgie gedient hat. (...) Aus dem Emmauser Schrifttum kennen wir nämlich Missale, Breviare, Psalter und Lektionare (...) also sämtlich in der Liturgie verwendeten Texte (...) ausschließlich in kirchenslavischer Fassung. Dagegen die nichtliturgischen Texte, nämlich Bibel, Komestor, Passional (...) sind ohne Ausnahme in tschechischer Sprache abgefaßt."[17]

Karl ließ mit Hilfe der Inquisition die Waldenser bekämpfen, die sich um die Einführung der Volkssprache in die Messe bemühten. Das archaisch klingende Altkirchenslavisch war einem Westslaven des 14. Jahrhunderts kaum mehr verständlich, denn es hatte seit dem 9. Jahrhundert in seiner in Böhmen gebräuchlichen Fassung keine Veränderung erfahren. Karl wollte also wahrscheinlich keine tschechische Volksmesse wie später die Hussiten, sondern eine slavische koine, die in Alter und Würde dem Latein nahekam und die in orthodoxer Abwandlung auch in der östlichen Hemisphäre gebraucht wurde. Wie aus einer versunkenen Welt tauchten nun Legenden über Kyrill und Method, Boøivoj und Ludmila, Wenzel und den Sázaver Abt Prokop in Böhmen auf. Sie spiegeln die Intention des Kaisers wider, einen möglichst großen Teil Osteuropas mit Hilfe der slavischen Liturgie in den kulturellen Ausstrahlungsbereich Mitteleuropas zu bringen.[18] Dies erschien umso wichtiger, als in Rußland die mongolische Zwangsherrschaft ihrem Ende zuging. Dabei wurde er von dem Olmützer Bischof Johannes von Neumarkt (Jan ze Støedy, um 1310-1380) unterstützt, der in brillianter Weise die kaiserliche Kanzlei leitete.[19] Nach seiner Rückkehr von einer Reise in den Orient, die ihn bis nach Ceylon geführt hatte, stellte sich 1354 der florentinische Minoritenbruder Giovanni di Marignola (Johannes von Marignola) in den Dienst des Kaisers. Er prophezeite in seiner Cronica Boemorum ganz im Sinne Karls, daß der Kaiser die Türken bezwingen werde (sie erschienen 1354 erstmals in Europa) und eine Wiedervereinigung der christlichen Weltreiche und Konfessionen bevorstehe.[20]

Nachdem 1344 Prag endlich zum Erzbistum erhoben worden war, wollte Karl das heidnische Litauen dem Zugriff des expandierenden Deutschen Ordens entziehen, indem er die Litauer mit einer "sanften Bekehrung" vom Christentum zu überzeugen suchte; zugleich erreichte er durch diverse Friedensschlüsse mit dem polnischen König Kazimierz III., daß die alte Rivalität zwischen Böhmen und Polen wegen Schlesien und Mähren beendet wurde. Indirekt erleichterte er damit Polens Orientierung nach Osten und die polnische Annäherung an Litauen, die dann unter den Jagiellonen zu einer Personalunion führte. 1364 folgte er einer Einladung von Kazimierz III. nach Krakau, wo ein großer europäischer Kongreß zusammentrat, auf dem man über die osmanische Gefahr beriet.[21] Vermutlich erkannte Karl die Dimension dieser osmanischen Gefahr für Europa deutlicher als jeder andere. Dies war sicherlich mit ein Grund, warum er durch seine "kyrillo-methodianische Politik" die Christenheit in Ost und West enger zusammenschließen wollte. Denn er wußte, daß katholische und orthodoxe Slaven mit Hilfe einer gemeinsamen slavischen Liturgiesprache einander näher kommen würden, und zwar nicht nur auf dem Balkan, sondern auch in Galizien und Litauen.

1354 hatten die Türken in Gallipoli den europäischen Kontinent betreten. Der "Kaiser aller Serben und Griechen, Bulgaren und Albaner", Stefan Du¹an (1331-1355), ahnte die Gefahr, als er sich 1355 in einem Brief an den Papst wandte und ihm einen ökumenischen Kreuzzug der Christenheit gegen die Osmanen vorschlug. Der Papst, hocherfreut über das Entgegenkommen des orthodoxen "Schismatikers", entsandte eine favorable Antwort an Stephan, in der er ihn zum "Oberhaupt der Christenheit" ernannte.[22] Auch Karl IV gab den Legaten einen persönlichen Brief an Stefan Du¹an mit. Darin drückte er seine Freude über die bevorstehende Kirchenunion aus, nannte Stephan seinen Lieben Bruder" und versicherte, ihm nicht nur durch allgemeine Brüderlichkeit (humane parilitatis) oder die gemeinsame Königswürde verbunden zu sein, sondern vor allem durch die gemeinsame, edle slavische Sprache (idem nobile Slavicum ydioma). Er setze seine Hoffnungen auf die bevorstehende Kirchenunion und wolle Stephan darin voll unterstützen. Durch die Entsendung von Missionaren aus dem Prager Emmauskloster, die dieselbe slavische Sprache beherrschten, könne der serbische Klerus leicht für den katholischen Glauben gewonnen werden; Rom werde den Serben weiterhin den Gebrauch der slavischen Liturgie (in vulgari lingua predicta slavonica) gestatten.[23] Doch Stephan starb nur kurze Zeit später und der Plan zerschlug sich.

34 Jahre nach diesem historischen Versäumnis wurde am St.Veitstag (28. Juni) 1389 das Serbenheer auf dem Amselfeld (Kosovo Polje) von den Osmanen vernichtend geschlagen, das serbische Reich war zertrümmert. Damit gelangten die Türken in den Donauraum; kein Kreuzzug der Christenheit hatte sie daran gehindert. An dieser Stelle drängt sich der Gedanke auf, daß dies vielleicht der tiefere Grund für den Niedergang der böhmischen Krone gewesen sein könnte, die zudem durch die Hussitenkriege zeitweise in völlige Handlungsunfähigkeit geriet, was es den Habsburgern in der Folge ermöglichte, zur europäischen Schutzmacht aufzusteigen. Denn 300 Jahre lang blieben die Türken eine existenzgefährdende Bedrohung für das Abendland. Für die Serben jedoch, die jahrhundertelang unter türkischer Herrschaft standen, wurde Kosovo zum Fanal ihrer nationalen Unabhängigkeit und der Größe des großserbischen Reiches.

Karls "kyrillo-methodianischer Gedanke" sollte ihn aber dennoch überleben. 1380 konnte der schlesische Fürst Konrad II. einige kroatische Mönche von Prag nach Schlesien rufen, wo sie sich in Ole¶nica (Öls) niederließen. Ole¶nica war eine iroschottisch-benediktinische Gründung aus dem 11. Jahrhundert und lag auf den wichtigen Handelsstrecken, die von Venedig über Prag nach Litauen, Riga und Novgorod, sowie von den deutschen Städten an die Häfen des Schwarzen Meeres führten. Dieses Slavenkloster bestand bis 1505.[24] Fürst Konrad II. war zugleich einer der engsten Berater despolnischen Königs W³adys³aw Jagie³³o, der seit 1384 Polen und Litauen in Personalunion vereint hatte. In weiten Teilen des Großfürstentums Litauen lebten Ostslaven, die der russisch-orthodoxen Kirche angehörten. Unter diesem Gesichtspunkt ließ Jagie³³o, dessen Mutter selbst eine Orthodoxe war, im Jahre 1390 durch einige Prager Mönche eine Filiale des Slavenklosters in Kleparz bei Krakau gründen. Ähnlich wie schon Emmaus sollten die beiden Klöster Ole¶nica und Kleparz mit ihrer slavischen Liturgie die Annäherung der ostslavisch-orthodoxen Bevölkerung an den lateinischen Westen ermöglichen.

In seiner Funktion als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war Karl auch in Westeuropa politisch tätig. Er löste die enge Beziehung, die sein Vater mit dem französischen Königshaus gepflegt hatte und suchte einen Freundschaftsbund mit England, der es überhaupt erst ermöglichte, daß mit Hilfe von Gesandtschaften[25] Gedankengut des Oxforder Lehrers John Wyclif nach Böhmen gelangte. Die widerspruchsvolle Abkehr Karls von der Verteidigung des zum Reich gehörigen Arelats gegenüber französischen Ansprüchen wäre nach Ansicht von F. Seiht dadurch erklärbar, daß Karl einen engeren Anschluß Süditaliens, Ungarns und sogar Polens an Frankreich durch den Regierungsantritt eines Anjou-Erben aus dem französischen Königshaus nicht zulassen konnte, und er es aus diesem Grund vorzog, den Franzosen den Weg nach Burgund und dem Arelat zu ebnen, als ein riesiges Gebiet in Ostmitteleuropa unter französische Kontrolle fallen zu lassen, auf das er im Rahmen seiner "Ostpolitik" größten Wert legte.[26]

Als folgenreiche Entscheidung für die weitere Zukunft des deutschen Kaiserreiches erwies sich der Erlaß der "Goldenen Bulle" von 1356, die mit dem Satz begann: "Ein jedes Reich, das in sich selbst zerspalten ist, wird zerstört werden."[27] In ihr wurde vor allem die Stellung des deutschen Fürstenadels festgelegt. Die Landesfürsten hatten ihren Aufstieg schon im Investiturstreit begonnen, als sie die Schwäche der kaiserlichen Autorität gründlich ausnutzten. Kaiser Friedrich II. erließ schließlich 1220 und 1232 zwei Statuten, in denen die Fürsten als die alleinigen Herrscher ihrer Gebiete anerkannt und in der Regierung des Reiches mitspracheberechtigt wurden. Auf diese Gesetze stützte sich Karls "Goldene Bulle". Es wurden sieben Kurfürsten ernannt, denen das ausschließliche Recht der Kaiserwahl zugestanden wurde: drei geistliche (die Erzbischöfe von Mainz, Trier und Köln) und vier weltliche Fürsten (der Herzog von Sachsen, der Markgraf von Brandenburg, der Pfalzgraf vom Rhein und der König von Böhmen) erhielten diesen Titel. Andere, wie die Herzöge von Bayern und Österreich, gingen leer aus. Die neuen Kürfürste erhielten einige bisher königliche Rechte: sie wurden von der kaiserlichen Rechtsprechung befreit und empfingen das Recht zur Münzprägung und der Zollerhebung. Durch das neue kürfürstliche Wahlrecht brauchte der Kandidaten für den Kaisertitel die einfache Mehrheit von vier Stimmen. Durch diese Einrichtung wurde jeder eventuelle Einspruch des Papstes wirkungslos. Der erwählte Kaiser konnte ohne päpstliche Salbung regieren. Damit war der entscheidende Schritt vom Universalreich zum nationalen Reich mit Schwerpunkt nördlich der Alpen getan. Gleichzeitig stellte die "Goldene Bulle" "die Magna Charta des deutschen Partikularismus".[28] Sie bewirkte, daß die deutschen Territorialfürsten zu Trägern des absolutistischen Staatsgedankens wurden, die ihre Macht weiter ausbauten und den mittelalterlichen Universalgedanken immer mehr zurückdrängten. Damit war endgültig entschieden, daß Deutschland in der Neuzeit eine föderalistische Struktur erhielt.

Auch auf dem Gebiet der Wirtschaft schlug Karl neue Wege ein. "Karl IV. hat es wie kaum ein Herrscher vor ihm verstanden, Geld als Instrument der Politik einzusetzen, für alltägliche Maßnahmen ebenso wie bei der Verfolgung großer Ziele. (...) Den Ausbau seiner Hausmacht Böhmen-Mähren zu einer ostmitteleuropäischen Großmacht (...) betrieb er anstatt durch die Gewalt der Waffen bevorzugt durch Kauf, Pfandnahme oder Tausch, gegen Zahlung oder unter Verrechnung enormer Geldbeträge."[29] Im Reich und ganz besonders in Böhmen förderte er das Handelswesen, schuf er neue Industrien, importierte er Weinstöcke und Obstbäume, sorgte für die Wiederaufforstung. Er wollte den Handelsverkehr von Venedig aus über Moldau und Elbe leiten, anstatt über die traditionelle Rheinpassage; Karl plante auch den Stecknitzkanal zwischen Elbe und Ostsee. Eine andere neu eröffnete Handelsstraße führte von Flandern über Nürnberg, Prag und Brünn nach Ungarn. Uber Breslau öffnete sich für die Handelsstadt Nürnberg der Weg nach Krakau und Lemberg, und von dort zum Schwarzen Meer. "Zwischen 1363/68 und 1383 sowie zwischen 1411 und 1437 entwickelte sich [in Mitteleuropa] eine ganze Gewerbelandschaft, in der Stadt und Land Baumwolle verwob. Darüber hinaus entstanden in 40 weiteren mitteleuropäischen Städten Gewerbe, die massenweise einheitliche Qualitätsstoffe für überörtliche Märkte und Messen, für den Export auf die damaligen Weltmärkte produzierten, also eine regelrechte Industrie. Ein derartiges Phänomen ist bisher beispiellos für die Wirtschaftsgeschichte des mittelalterlichen Europa."[30]

Seine ganze Fürsorge galt der Modernisierung der Residenzstadt Prag. 1348 wurde der Grundstein zur Neustadt (Nové Mìsto) gelegt, die in ihrer großzügigen Planung das Stadtbild bis heute prägt und selbst den Autoverkehr einer Millionenstadt noch bewältigt. Einem jeden Christen oder Juden wurden zwölf Jahre Steuerfreiheit versprochen, falls er in der Neustadt ein steinernes Haus erbaute. Während in anderen Städten des 14. Jahrhunderts die Straßenbreite durchschnittlich 3,5 bis 7 Meter betrug, wiesen die Straßen der Prager Neustadt eine Breite von 18 bis 27 Meter auf. Der heutige Karlsplatz ist mit seinen 80550m2 sogar größer als die Place de la Concorde in Paris, der größte Platz des 18. Jahrhunderts.[31] Damit wurde das städtische Areal Prags unter seiner Herrschaft um 180% erweitert. Prag war gegen Ende des 14. Jahrhunderts mit 85000 Einwohnern vor Köln die größte Stadt Europas.[32]

Karl fand einen kongenialen Baumeister in dem Schwaben Peter Parler (1330-1399), der Matthias von Arras bei der Erbauung der gotischen Veitskathedrale ablöste. Parler hatte sein Metier in der Bauhütte gelernt, welche die Heilig-Kreuz-Kirche in Schwäbisch-Gmünd errichtete, und er arbeitete danach einige Zeit am Kölner Dom. Bezeichnend ist, daß mit ihm ein Baumeister voll exzentrischer Individualität aus der Anonymität trat, hinter der sich bisher die Künstler des Mittelalters verborgen hatten. Kühn vermischte er die Stile, nahm Anleihen aus der deutschen, französischen und englischen Gotik, ja sogar aus der Antike und der Romanik. Parler hinterließ seine Porträtbüste im Kirchenschiff der Kathedrale neben den Büsten des Königs und seines Hofes, die allesamt in überraschendem Naturalismus verewigt wurden.[33]

Obwohl die Rolle der böhmischen Kanzlei unter Karl IV. und Johannes von Neumarkt bei der Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache neuerdings wieder relativiert wird,[34] ist doch unbestritten, daß durch die Ostkolonisation in Böhmen viele deutsche Mundarten miteinander in Berührung kamen und dadurch die Notwendigkeit entstand, die Gegensätze im Schriftverkehr abzuschleifen. "Das Altprager Stadtrecht schreibt in seinen Eintragungen zwischen 1320 und 1340 schon die Ergebnisse mundartlicher Annäherung, also fast neuhochdeutschem Lautstand, ähnlich wie auch die Prager Malerzeche (...). So weit sind bereits die Vorgänge gediehen, als sich die kaiserliche Kanzlei der Luxemburger in Böhmen dieser ersten Grundlage des gemeinen Deutsch bemächtigt und sie mit den in Böhmen eindringenden frühhumanistischen Strömungen versetzt, durchbildet und veredelt. (...) Die böhmische Kanzleisprache (...) greift nun aus der kaiserlichen Kanzlei in die übrigen Kanzleien hinab und in die übrigen deutschen Landschaften hinüber: Schlesien und die beiden Lausitzen nahmen den böhmischen Lautstand an, (...) im 15. Jahrhundert sickerte das gemeine Deutsch auch in das übrige Deutschland weiter."[35] Aber nicht nur die deutsche Sprache erhielt durch Karl IV. Anregungen. Die in seinem Auftrag im Emmaus-Kloster entstandenen Bibelübersetzungen in das Tschechische trugen wesentlich zur Entstehung einer reifen tschechischen Schriftsprache bei. Und in der "Goldenen Bulle" empfahl er sogar den Kurfürsten, die tschechische Sprache zu erlernen, was diese allerdings nicht für notwendig hielten.

Persönlich sehr der gelehrten Diskussion angetan, störte es Karl, daß es für die Bewohner des Kaiserreiches keine Höhere Schule gab. Am 7. April 1348 gründete er darum in Prag die erste Universität nördlich der Alpen. (Krakau folgte dem Prager Modell 1364.) An den Papst schrieb er: "Die Prager Universität soll einem Mangel abhelfen in Böhmen und in den vielen anderen dem Königreich benachbarten Gegenden und Ländern."[36] Damit ist angedeutet, daß das Collegium Carolinum (so der Name der Universität) nicht nur als eine auf Böhmen beschränkte Landes-, sondern als eine Reichsuniversität gedacht war. Wie z. B. die Pariser Sorbonne ihre Studenten in "Nationen einteilte (Pikarden, Normannen, Franken, Engländer), so ordnete auch die Prager Schule ihre Studenten nach vier Herkunftsbereichen: Da gab es die Böhmen (zu denen die Tschechen, Böhmendeutschen und Ungarn zählten), die Baiern (inklusive Österreicher und Rheinländer), die Sachsen und die Polen (inklusive Schlesiern und Polendeutschen). In Professoren- und Schülerschaft überwog also das deutsche Element; jede "Nation" hatte im Kolleg eine Stimme. Von Nationen im heutigen Sinne konnte nicht die Rede sein. In der Blütezeit um 1380 dürften rund 1000 Studenten von 50 Magistern und 200 Dozenten betreut worden sein. Zwar hatte sich Karl von den Gründungen Friedrichs II. in Neapel und Salerno anregen lassen, doch nicht auf Juristerei oder Medizin sollte in Prag das Schwergewicht liegen, sondern auf der Theologie. Die Prager Akademie wurde zum Vorbild für ein neues, eigenständiges mitteleuropäisches Universitätsmodell; hier wäre z. B. der besondere Status des Rektors zu nennen, die feste Besoldung der Magister oder die Errichtung eines besonderen Professorenkollegs, das als Wohn-, Lehr- und Arbeitsstätte diente.[37] Uber diese "Hohe Schule" kam mit den deutschen Professoren die nominalistische Denkrichtung nach Böhmen, die von den Tschechen abgelehnt wurde, weil sie an der realistischen Richtung festkalten wollten. Diese Auseinandersetzung sollte sich dann in Verbindung mit dem Streit um Jan Hus dramatisch zuspitzen.

So sickerten, durch zahllose Maßnahmen des Kaisers begünstigt, allmählich die verschiedensten neuen Elemente nach Böhmen, um dort gegen Ende des 14.Jahrhunderts zu einem neuen Lebensgefühl zu verschmelzen, das den Beginn der Neuzeit einleitete. Als Karl IV. 1378 starb, hatte er, der vielleicht der letzte Kaiser des Mittelalters gewesen ist, Böhmen und das Reich für die Neuzeit gerüstet.

 

[1] Rudolf Steiner sprach von ihm als dem "letzten Eingeweihten auf dem Kaiserthron". Vgl. Hanna Krämer-Steiner: Geistimpulse in der Geschichte des tschechischen Volkes. Stuttgart 1972, S. 82; Josef Král: Kaiser Karl IV. Ein Eingeweihter auf dem Kaiserthron. In: Österreichische Blätter für Freies Geistesleben 6 und 8 (1929).

[2] Vita Karoli Quarti, Kap. VII. Hrsg. v. A. Blaschka, Kommentar von J. Spìváèek. Hanau 1979, S. 63f.

[3] Äußerung von Rudolf Steiner, zit. nach Ludwig Polzer-Hoditz: Erinnerungen an Rudolf Steiner. Dornach 1985, S. 98.

[4] Äußerung von Rudolf Steiner, zit. nach Ita Wegman: An die Freunde. Aufsätze und Berichte aus den Jahren 1925-1927. Privatdruck Arlesheim 1960, S. 124.

[5] Vita Karoli Quarti, Kap. XI, S. 100.

[6] Die St. Wenzelslegende Kaiser Karls IV. Hrsg. v. A. Blaschka. 2. Aufl. Wien 1956.

[7] Medard Barth: Die heilige Odilie. Schutzherrin des Elsaß. 2 Bde. Straßburg 1938, Bd. I, S. 172.

[8] Vgl. Zdenìk Kalista: Das cyrillo-methodianische Motiv bei Karl IV. In: Cyrillo-methodianische Fragen Wiesbaden 1966 (= Acta Congressus Historiae Slavicae Salisburgensis I/4), S. 147.

[9] Milada Paulová: L'idée cyrillo-méthodienne dans la politique de Charles IV. et la fondation du monastere slave de Prague In: Byzantinoslavica 2 (1950), S. 174-186, hier 181.

[10] Vgl. Paulová: L'idée cyrillo-méthodienne; Kalista: Das cyrillo-methodianische Motiv; Jaroslav Kadlec: Das Vermächtnis der Slawenapostel Kyrill und Method im böhmischen Mittelalter. In: Cyrillo-methodianische Fragen. Wiesbaden 1966 (= Acta Congressus Historiae Slavicae Salisburgensis I/4).

[11] Paulová: L'idée cyrillo-méthodienne 178.

[12] Zit. ebd. 178.

[13] Vgl. ebd. 176.

[14] Kalista: Das cyrillo-methodianische Motiv 145. Vgl. Karel Stejskal: Karl IV. und die Kultur und Kunst seiner Zeit. Hanau 1978, S. 146f.

[15] Nach Heidrun Dolezel: Die Gründung des Prager Slavenklosters. In: Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen. Hrsg. v. Ferdinand Seibt. München 1978, S. 113.

[16] Ebd. 113.

[17] Frantisek Mare¹: Emauzský hlaholský nápis - staroèesky dekalog [Ein glagolitisches Manuskript aus Emmaus- ein alttschechischer Dekalog]. In: Slavia 31 (1962), S. 6f.

[18] Vgl. Kalista: Das cyrillo-methodianische Motiv 149f.

[19] Johann hatte in Italien studiert und führte mit Petrarca einen lebhaften Briefwechsel.

[20] Vgl. R. Chadraba: Apostolis Orientalis. Poselstvá Jana z Marignoly [Apostolis orientalis. Die Botschaft von Giovanni di Marignola]. In: Z tradic slovanské kulture v Èechách. Sázava a Emauzy v dìjinách èesky kultury [Aus den Traditionen der altkirchenslavischen Kultur in Böhmen. Sázava und Emmaus in der Geschichte der böhmischen Kultur]. Hrsg. v. J. Petr. Praha 1975, S. 127-134.

[21] Vgl. Franti¹ek Dvorník: Les Slaves. Histoire et civilisation de l'antiquité aux débuts de l'époque contemporaine. Paris 1970, S. 428.

[22] Paulová: L'idée cyrillo-méthodienne 184.

[23] Ebd. 184f.

[24] Lubos Øeháèek: Emauzský klá¹ter a Polsko [Das Kloster von Emmaus und Polen]. In> Z tradic, S. 203-222.

[25] Karls Tochter Anna wurde 1398 mit dem englischen König Richard II. verheiratet.

[26] Ferdinand Seibt: Karl IV. Ein Kaiser in Europa, 1346-1378. München 1978, S. 354ff.

[27] Zit. nach Wilhelm Treue: Deutsche Geschichte. Stuttgart 1978, S. 252.

[28] Halo Holborn: Deutsche Geschichte in der Neuzeit. Frankfurt/M. 1981. Bd. I, S. 24.

[29] Wolfgang von Stromer: Der kaiserliche Kaufmann. Wirtschaftspolitik unter Karl. In: Kaiser Karl IV., S. 63.

[30] Ebd. 70.

[31] Stejskal: Karl IV. 138.

[32] Seibt: Karl IV. 177.

[33] Details bei Stejskal: Karl IV. 164ff.

[34] Vgl. S. Grosse: Zur Diskussion über die Entstehung der deutschen Schriftsprache. In: Kaiser Karl IV., S. 260-264.

[35] Konrad Bittner: Deutsche und Tschechen. Zur Geistesgeschichte des böhmischen Raumes. Brünn-Prag-Leipzig-Wien 1936, S. 122f.

[36] Zit. nach Seibt: Karl IV. 182.

[37] Vgl. ebd. 184.


 

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